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Aktuelles - Stiftung "Baudenkmal Ratskirche St. Martini zu Minden" - Aktuelles
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Martinsgansessen am 15.11.2013



Martinsgansessen im Ständersaal des Preußen-Museums

am 15.11.2013 in Minden

Alle zwei Jahre bittet die Stiftung „Baudenkmal Ratskirche St. Martini zu Minden“ Stiftungsmitglieder, Freunde und Förderer zum Martinsgansessen. Damit knüpfen ihr Vorsitzender, Pfarrer Christoph Ruffer, und ihr stellvertretender Vorsitzender, Pfarrer Dr. Heinrich Winter, an eine Urkunde von Kaiser Konrad II. aus dem Jahr 1033 an.
Dort verfügte der Kaiser, dass der Bischof von Minden und die Kanoniker des Domstifts St. Petri sich regelmäßig am Martinstag zu einem Festmahl zu treffen hätten, „damit auf diese Weise Eintracht und Freundschaft gestärkt werde“.
Die Neuauflage des Martinsgansessens gibt es seit 2009. Am vergangenen Freitag fand das Essen also zum dritten Mal statt.
Westfälischen Gepflogenheiten gemäß sei automatisch alles, was zum dritten Mal stattfände, ewige und gefestigte Tradition, scherzte Ruffer bei der Begrüßung — und löste damit nicht nur große Heiterkeit, sondern auch spontanen zustimmenden Beifall aus. Heiter, gelöst und, ganz im Sinne von Kaiser Konrad, freundschaftlich blieb die Stimmung den ganzen Abend über. Neben dem guten Essen trug dazu die Musik von „Paint it Blue“ bei: Pit Witt am Piano und Anton Sjarov mit seiner Violine spielten teils temperamentvoll-rasante, teils nachdenklich-leise Eigenkompositionen von Sjarov wie z. B. „Der Poet ist ein Vagabund“ oder „Der Kuss des Windes“.
Insgesamt rund 70 Gäste aus Kirche, Bürgerschaft und Wirtschaft waren der Einladung in den Ständersaal des Preußen-Museums gefolgt. Dort informierte Ruffer über den aktuellen Stand des derzeitigen Sanierungsabschnitts, der dem Dach und der Fassade im Chorbereich gilt und voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen werden kann. Mehrere weitere Sanierungsabschnitte werden folgen müssen, um das altehrwürdige Gotteshaus, das im Jahr 2029 1.000 Jahre alt wird, dauerhaft zu bewahren.
Auch weiterhin wird St. Martini also maßgeblich auf die Unterstützung durch Stifterinnen und Stifter, Spenderinnen und Spender sowie staatliche Zuwendungen angewiesen sein wie die große Summe aus dem Denkmalschutzsonderprogramm, ohne die der aktuelle Bauabschnitt nicht möglich wäre.

Einen Vortrag zum Verhältnis zwischen Kirche und Kultur hielt Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow aus Bielefeld (der in der Tat — „ja, aber nur entfernt“ — mit seinem berühmten Namensvetter verwandt ist). Mit ihrer fast tausendjährigen Geschichte sei die Ratskirche St. Martini eine „besondere Kulturkirche“ in der westfälischen Landeskirche. Manchmal höre man ja den Satz „Wenn Steine sprechen könnten“, stellte von Bülow fest und erklärte, dass sie das seiner Auffassung nach durchaus könnten. „Wenn man den Steinen von St. Martini zuhört, kann man etwas von der Seele der Stadt Minden hören, von ihrer Geschichte im letzten Jahrtausend“, fuhr er fort.
In seinem Vortrag benannte er vier Beispiele für solche „Steine“ und andere Objekte in St. Martini, die von der langen Geschichte als Kultur prägende, bewahrende und stiftende Kirche künden. Aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammt der Grab- und Erinnerungsstein für die Gründerbischöfe Sigebertus und Egilbertus, auf 1583 ist der nachreformatorische, aus Flandern stammende Taufständer zu datieren. Ein Zeugnis aus der Zeit des Historismus ist ein prachtvolles silbernes Abendmahlsgeschirr aus dem Jahr 1890; ein Beispiel für zeitgenössische, moderne Kirchenkunst die Martinsskulptur, die 2001 von Wolfgang Dreysse geschaffen wurde.

Von Bülow beendete seinen Vortrag mit einem launigen Zitat von Karl Valentin: „Kunst ist schön, macht aber auch viel Arbeit“. Die Verantwortlichen an St. Martini, Stifterinnen und Stifter, Freundinnen und Freunde der Mindener Ratskirche wüssten das sicher genau und im Namen der Landeskirche danke er von Herzen für all ihre Arbeit und ihr Engagement.


Martinsgansessen Pfarrer Ruffer

Zum traditionellen Martinsgansessen begrüßte Pfarrer Christoph Ruffer rund 70 Gäste im Ständersaal des Preußen-Museums.


Martinsgansessen Sjarow Witt

Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgten Anton Sjarov und Pit Witt.


Martinsgansessen von Bülow
Einen Vortrag über das Verhältnis zwischen Kirche und Kultur hielt Landeskirchenrat Vicco von Bülow.






Das Sanierungsvorhaben St. Martinikirche

Sanierungsvorhaben Flyer-S1
Sanierungsvorhaben Flyer-S2







Baustellenbesuch von MdB Steffen Kampeter auf der St. Martinikirche
auf der St. Martinikirche in der 1. Septemberwoche 2013

In der ersten Septemberwoche 2013 besuchte der Mindener Bundestagsabgeordnete Steffen Kampeter die St. Martinikirche und besichtigte den aktuellen Stand und den Fortschritt der Sanierungsarbeiten an, in und auf der Kirche.

Baustellenbesuch a Steffen
                                Kampeter   Baustellenbesuch b Steffen
                                Kampeter

Baustellenbesuch c Steffen
                                Kampeter   Baustellenbesuch d Steffen
                                Kampeter






Martinsgansessen der Ersten Bürgerstiftung Mindens
im Ständersaal des Preußenmuseums am 11.11.2011

Humorvoll und aufklärend gab der Festredner des Zweiten Martinsgansessens der "Stiftung Baudenkmal Ratskirche St. Martini zu Minden" (errichtet November 2006) die von ihm erwarteten "Impulse" für den weiteren Aufbau dieser ersten Bürgerstiftung Mindens. Landeskirchenrat Dr. Hans-Tjabert Conring sprach zu den ca. 65 geladenen Gästen bei diesem festlichen Anlass am Martinstag im Ständersaal des Preußenmuseums. Der Leiter des Dezernats "kirchliches Verfassungsrecht, Kirchenordnung und Staatskirchenrecht" im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld wies im historischen Vergleich auf die Notwendigkeit hin, als Kirche "gut vernetzt zu sein". Dies hätte zu Zeiten der Reformation im 16. Jahrhundert für die Stadt Minden und die Kirche gegolten. Dies sei der westfälischen Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg geglückt, als man sich der Frage stellen musste, wie eine Kirche mit "mehreren historisch überlieferten Bekenntnissen leben" kann. Dies müsse nun für die zukünftige Entwicklung der Kirche gelingen, die mit ihrer hoch vernetzten Organisationsstruktur nur durch hohen Kommunikationsaufwand zusammengehalten werden könne. Denn auch die Kirche sei wie andere große gesellschaftliche Organisationen ein "wüster Haufen", bei dem immer alle mitreden wollen. Sinn müsse dabei gestiftet werden, auf den sich viele Beteiligte auf ein "Bild von Wirklichkeit" einigen könnten, das Einheit schaffe, ohne die Unterschiede von Glaubensweisen wegzudenken. Die Vielgestaltigkeit einer ganzen Landeskirche sei gewiss, so der Referent, komplexer als eine "Bau-Stiftung". Aber auch diese sei mit Stadt, Kirchenkreis und Gemeinde sowie den katholischen Geschwistern verbunden. So gelte es, die Ziele der Stiftung in diesem lebendigen Umfeld immer wieder ins öffentliche Gespräch zu bringen, um tatkräftige Unterstützung auch in Zukunft zu finden.

Pfarrer Ruffer von der St. Martinigemeinde begrüßte als Gäste Vertreter der Bürgerschaft, der Domgemeinde, der Stadt Minden, des Kreises Minden-Lübbecke, der Wirtschaft und der St. Martinigemeinde mit dem Hinweis auf die Auflage, die Kaiser Konrad II. dem Kollegiatstift St. Martin einst im Jahre 1033 n. Chr. gemacht hatte: Am Martinstag sollen der Bischof und das Domkapitel zu einem festlichen Mahl eingeladen werden, damit "Eintracht und Freundschaft gestärkt" werden.
Auch wenn evangelische Christen, so Pfarrer Ruffer, zu "Heiligen" ein eher "sprödes Verhältnis" hätten, so sei doch der Heilige Martin ein unbestrittenes Vorbild in der Ökumene und stelle die Ratskirche Mindens mit ihrem Namensgeber in die Pflicht, Menschen in Armut niemals zu vergessen.
Zwei Musikerinnen gaben dem Mahl mit ihrem Können eine besondere Festnote. Die Solocellistin Rebekka Wittig-Vogelsmeier (Minden) und die Konzertakkordeonspielerin Tatjana Pereswetow (Krefeld) brillierten mit Stücken von J. S. Bach, Manuel de Falla, Rogello Hugeuet y Tagell und Astor Piazolla.

Der Initiator der Stiftung für die St. Martinikirche, Pfr. i.R. Dr. Winter, nahm an diesem Abend die Gelegenheit wahr, seinem Nachfolger im Pastorenamt Pfr. Ruffer mit Handschlag den Vorsitz im Stiftungsvorstand zu übergeben.

Die nun zum zweiten Mal stattgefundene Stiftungsveranstaltung endete mit einem eigens für die Festtafel kreierten "Martinstrunk".


Gedeckte Tische zum Auftakt 1     Gedeckte
                                    Tische zum Auftakt 2     Pfarrer und Historiker      Cellistin Wittig-Vogelsmeier
                                    und Akkordeonistin Pereswetow     während der Tafel 1     während des Vortrags 1      während
                                    des Vortrags 2     während des
                                    Vortrags 3     Vortragender Dr.
                                    Conring



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Die Stiftung

Die Stiftung "Baudenkmal Ratskirche St. Martinikirche zu Minden" ist gegründet worden zum Zwecke der Beschaffung finanzieller Mittel. Diese werden ausschließlich zur Erhaltung und Unterhaltung sowie Erneuerung des Baudenkmals einschließlich seiner Kunstschätze und Ausstattungen eingesetzt.
Sie ist eine allgemeine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts im Sinne des Stiftungsgesetzes Nordrhein-Westfalens und dient laut Finanzamt Minden, Steuer-Nr. 335/5777/1847, steuerbegünstigten Zwecken.
Nach einem Schadenskataster aus dem Jahre 2002 fehlen allein zur Restaurierung des Außenmauerwerkes und des Daches des Baudenkmals "Ratskirche St. Martini" 1,7 Millionen Euro. Die Finanzkraft der Kirchengemeinde reicht bei weitem nicht aus, solch Kostenhöhe aufzubringen. Dafür wurde die Stiftung gegründet, um langfristig durch Spenden und Unterstützungen diese Kostenlast durch viele Hände tragbar zu gestalten und das Baudenkmal der Allgemeinheit zu erhalten. Der offizielle Gründungsfestakt zur Errichtung der Stiftung fand am 17.11.2006 in der St. Martinikirche statt. Den Erststiftern wurde die Stiftungsurkunde für Mindens Ratskirche durch einen Vertreter der Bezirksregierung überreicht. Am Festakt nahmen etliche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik, Kirche, und Wirtschaft und Verwaltung, wie der Bürgermeister der Stadt, teil.

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