Buchvorstellung - Stiftung "Baudenkmal Ratskirche St. Martini zu Minden" - Buchvorstellung
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Ratskirche St. Martini Minden

Ein Jahrtausend
Kollegiatstift - Pfarrei - Gemeinde

Die St. Martini-Kirchengemeinde nimmt das Jahr 2009 zum Anlass, einen Blick auf ein Jahrtausend der Mindener Ratskirche St. Martini und die Geschichte des Kollegiatstifts, der katholischen Pfarrkirche und der evangelischen Gemeinde seit der Reformation zu begehen.
Seit gut drei Jahren arbeitet ein Team von Fachkräften an der Aufbereitung historischer Informationen, die zum ersten Mal für die lange Geschichte von Kirche und Gemeinde der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

Der Auftakt wird mit einem festlichen Gottesdienst am Ostermontag, den 13. April, 10.00 Uhr in der St. Martinikirche begangen. Kaiser Konrad II. stellte an diesem Tag im Jahre 1029 in Merseburg "seinem" Mindener Bischof Siegebert (1022-1036) eine Urkunde für die Errichtung des Kollegiatsstifts St. Martini aus und bestätigte diese Gründung eines geistlichen Kollegiums am oberen Weserhang in der Mitte der Stadt in einer zweiten Urkunde im Jahre 1033 in Regensburg.
Der Domherr Heinrich Tribbe erwähnt in seiner Chronik von 1460 als Gründungsdatum das Jahr 1009. Aber das muss oder kann nicht stimmen, auch wenn die Gründung des Martini-Stiftes wie die vieler anderer Stiftsgründungen sicherlich vor seiner Beurkundung begann und sich auch danach noch bis zur Weihe des Kirchenbaus, vermutlich unter Bischof Eilbert (1055-1080), ber Jahrzehnte erstreckt hat.
In das Jahresprogramm sind Vorträge und Führungen aufgenommen, die einen Vorgeschmack der Ergebnisse von neuesten Forschungen geben und die in einer umfangreichen wissenschaftlichen Publikation zusammen gestellt werden.

Die Münzfreunde Minden haben dieses Jubiläum zum Anlass genommen, eine Medaille herauszugeben. Dieser Mindener Geschichtstaler Nr. 43 nimmt Bezug auf die Gründung des Stifts St. Martini 1029 und die Einführung der Reformation in Mindens Ratskirche im Jahre 1530.
Am Montag, den 27. April wird diese Medaille in einem Festakt im Kleinen Rathaussaal vorgestellt.

Der Vortragsreigen wird vom ehemaligen langjährigen Leiter des Kommunalarchivs Minden, Herrn Dr. Hans Nordsiek, am Mittwoch, den 13. Mai, 19.30 Uhr mit dem Vortrag "Zwischen Minden und Hille. Die Entstehung der Kirchspiele des 13./14. Jahrhunderts im Pfarreibezirk St. Martini des 11. Jahrhunderts" im Martinihaus eröffnet.

Am Mittwoch, den 24. Juni, 19.30 Uhr wird der ehemalige Mindener Superintendent Alexander Vlker auf der Grundlage liturgiewissenschaftlicher Studien im Martinihaus zum Thema sprechen "In Minden Gottesdienst feiern - einst, jetzt, künftig".

Nach den Sommerferien, wird Kantor Wolfgang Lüschen im Rahmen einer Orgelmusik zur Marktzeit am 22. August, 11.00 Uhr die Historische Orgel von 1591 mit anschließender Orgelführung vorstellen.
Der ehemalige Landeskonservator Dr. Ulf-Dietrich Korn aus Münster wird am Dienstag, den 22. September, 15.00 Uhr eine Kirchenführung anbieten, die die Baugeschichte der Ratskirche vor Ort sichtbar werden lässt (begrenzte Teilnehmerzahl).

Im 16. Jahrhundert gab es eine Reihe von Superintendenten, die die Stadt Minden weit über ihre Grenzen hinaus in religiösen und politischen Zusammenhängen vertreten haben. Dr. Hans Nordsiek wird darber aus seinen neuesten Studien am Donnerstag, den 8. Oktober, 19.30 Uhr im Martinihaus  zum Thema "Bedeutend und spannungsreich: Die Stadtsuperintendenten des 16. Jahrhunderts unter der Kirchenhoheit des Rates der Stadt Minden" vortragen.

Weitere Studien zur Geschichte von St. Martini von der Gründung bis 1810 von Dr. Hans Nordsiek, zu den kunsthistorischen Schätzen der St. Martinikirche von Dr. Ulrich Althöfer, Bielefeld (Bauamt der Evangelischen Kirche von Westfalen), besonders zur Historischen Orgel von Dr. Jürgen Brandhorst (München), zu den Gemeindestrukturen der St. Martinigemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg am Beispiel des Erlöserbezirkes von Pfr.i.R. Otto vom Hofe, zur (Turm)Bauvereinsgeschichte bis zur Gründung der Stiftung "Baudenkmal Ratskirche St. Martini zu Minden" von Studiendirektor a.D. Rainer Derlin, sowie zur Analyse der "Frömmigkeit im ausgehenden 20. Jahrhundert" von Pfr. Dr. Heinrich Winter sind in die durch JCC-Bruns ermöglichte Buchproduktion aufgenommen.

Zum zentralen Reformationsgottesdienst der Stadt Minden am 31. Oktober, 19.00 Uhr in der St. Martinikirche wird dieses Buch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Dr. H. Winter


Buchveröffentlichung

Ort und Zeit:
Zentraler Reformationsgottesdienst der Stadt Minden am 31. Oktober 2009, 19.00 Uhr, St. Martinikirche
mit anschließender Ausgabe des Buches:

Ratskirche St. Martini Minden

Ein Jahrtausend
Kollegiatstift - Pfarrei - Gemeinde


Inhalt:

  • Hans Nordsiek
Studien zur Geschichte des Kollegiatstifts St. Martini Minden

  • Hans Nordsiek
Untersuchungen zur Geschichte der Pfarrei St. Martini bis 1530

  • Hans Nordsiek
Beiträge zur Geschichte der Kirchengemeinde St. Martini seit 1530

  • Otto vom Hofe
Von der Mutterkirche St. Martini zur Filiale - Gemeindegeschichte am Beispiel des Pfarrbezirks Erlöserkirche

  • Ulf-Dietrich Korn
Zur Baugeschichte von St. Martini in Minden

  • Ulrich Althöfer
Das Taufbecken von 1583 - zentraler Ort der Ausstattung der St. Martini-Kirche zu Minden

  • Jürgen Brandhorst
Die historische Orgel von St. Martini

  • Alexander Völker
In Minden Gottesdienst feiern

  • Alexander Völker
Was singt und klingt in und um St. Martini? - Ein Blick auf die Musikkultur einer Mindener Stadtkirche

  • Heinrich Winter
Frömmigkeit im ausgehenden 20. Jahrhundert.
Beobachtungen und Reflexionen zu einem gesamtkirchlichen Thema - Erfahrungen in Mindens Innenstadt an St. Martini

  • Rainer Derlin
Vom Turmbauverein zur Stiftung - Mindener Brüger engagieren sich für die St. Martinikirche





Das Buch kann gekauft werden:
  • per Post durch eine E-Mailanfrage bei Herrn Dr. Winter: heinrich.winter@yahoo.de
    zum Preis von 28,50 Euro plus 7,50 Euro für den versicherten Versand = Gesantpreis 36,- Euro.

  • nach telefonischer Vereinbarung unter 01 57 / 75 22 04 37 (bitte in der Zeit von 8-18 Uhr) direkt beim Küster
    Herrn Giesbrecht in 32423 Minden, Martinikirchhof 1, zum Preis von 28,50 Euro.

  • in den Mindener Buchhandlungen:
    Bücherwurm
    Das Buch - Hagemeyer
    Evangelische Buchhandlung Otto
    Thalia
    zum Preis von 28,50 Euro.


Vorwort

Die vorliegende Veröffentlichung stellt die erste größere Arbeit über etwas ein Jahrtausend Mindener Kirchengeschichte dar. In deren Mittelpunkt das zu Beginn des 11. Jahrhunderts gegründete Kollegiatstift St. Martini, die mittelalterliche Pfarrei St. Martini, die Reformation in Minden und die neuzeitliche Kirchengemeinde St. Martini stehen. Dieser Blick auf die allgemeine Geschichte des Stifts, der Pfarrei und der Kirchengemeinde konnte durch Spezialuntersuchungen erweitert werden, die bau- und kunstgeschichtliche, liturgie- und religionswissenschaftliche Inhalte sowie die Darstellung der Struktur von Pfarrbezirken des 20. Jahrhunderts und der Bauerhaltung der Ratskirche Mindens bearbeiten.

Die Autoren konnten nur zum Teil auf einzelne Vorarbeiten zurückgreifen, so dass alle Beiträge auf eigene Forschungsergebnissen und neuen Erkenntnissen basieren. Es kann keine Vollständigkeit beansprucht werden, zumal die archivische Überlieferung des ehemaligen Kollegiatstifts und der Kirchengemeinde sowie weitere relevante Quellen zur Geschichte an anderen Orten nur zum Teil ausgewertet werden konnten. Auf die Erforschung des Grundbesitzes und der Wirtschaftsgeschichte des Stifts St. Martini sowie auf dessen jüngere Geschichte bis zum Ende des Stifts 1810 musste ganz verzichtet werden. Ebenso fehlt die umfassende Geschichte der Kirche und der Kirchengemeinde für das 19./20. Jahrhundert. Dennoch wird den Lesenden erstmalig ein umfassender Blick auf die bedeutsame Geschichte einer Kirche ermöglicht, die die Kirchen- und Stadtentwicklung Mindens und eines großen ländlichen Raums  westlich der Weser wesentlich mitbestimmt hat. Beispielhaft wird über die lokalen Situationen und Grenzen hinaus an St. Martini deutlich, in welchen komplexen Bezügen das Leben und Handeln der Menschen über zehn Jahrhunderte zu sehen ist. Die Gegenwart wird mit diesem Blick in die Geschichte verstehbar und füllt sich mit Leben.

Wissenschaftlich-historische Interessen und lokalgeschichtliche Neugier mögen mit dem vorgelegten Buch gleichermaßen angesprochen sein. Für die Autoren ist die Erarbeitung von historischem Wissen in sich selbst begründet. Für eine lebendige Stadtkultur jedoch ist eine informierte Identität der Bürgerinnen und Bürger über einen die Stadt Minden bis heute prägenden Ort am oberen Weserhang unverzichtbar. Es wäre dem Buch deshalb eine breite Leserschaft gerade auch vor Ort zu wünschen.

Für das uneigennützige Engagement aller Autoren dankt die Ev.-Luth. St. Martini-Kirchengemeinde von Herzen. Dies gilt insbesondere dem Initiator des gesamten Projekts und Autor der drei ersten Studien, dem ehemaligen Leiter des Kommunalarchivs Minden Herrn Dr. Hans Nordsiek. Nur auf Grund der überaus großzügigen Förderung durch den Verleger und Geschäftsführer Herrn Rainer Thomas des Druck- und Verlagshauses J.C.C. Bruns konnte das Buch erstellt werden. Dank gilt auch Frau Martina Lorenz und Herrn Jörg Jaroschewitz vom Grafikstudio/Kreativpool etage eins (Minden) für die graphische Gestaltung des Buches.

Welche Chancen und welche Irrungen sich mit dem Dienst am Evangelium über die Zeiten hin verbinden und welche Verantwortung dieser Dienst im ökumenischen Geist heute zu tragen hat, wenn der Blick auf diejenigen fällt, die vor uns hier Gebet und Arbeit verrichteten, dies weckt der Blick auf die Geschichte, die die St. Martinikirche in der Mitte der Stadt repräsentiert.

Minden, 31. Oktober 2009
Heinrich Winter




Ein Tipp für Sammler oder die, die ein besonderes Geschenk suchen!

Wir verkaufen den Mindener Geschichtstaler in Silber nach telefonischer Vereinbarung unter 01 57 / 75 22 04 37 (bitte in der Zeit von 8-18 Uhr) direkt beim Küster Herrn Giesbrecht in 32423 Minden, Martinikirchhof 1, zum Preis von 50,- Euro.

2009 Mindener Geschichtstaler Nr. 43

1029 Gründung des Stifts St. Martini
1530 Ratskirche St. Martini zu Minden

Die Vorderseite der Medaille zeigt in der Mitte, etwas nach rechts versetzt, das Siegel des Stifts Sankt Martini von 1358 mit der Umschrift: ecce sancti martini mindensis (Kirche Sankt Martini zu Minden). Die vertikale Mittelachse des Siegels verläuft durch die sitzende Figur des Patrons von Stift und Kirche, den Heiligen Martin, Bischof von Tours, der links und rechts von den namentlich bezeichneten Mindener Bischöfen Sigebert und Egilbert gerahmt wird. Ober und unterhalb des Siegels wird ide vertikale Achse fortgeführt und teilt die Grundfläche in eine vertiefte linke und eine erhöhte rechte Seite. Links ist als Teilansicht ein seltener romanischer Bronzeleuchter aus dem Besitz des Stiftes dargestellt, der um 1120 in der Werkstatt des Roger von Helmarshausen entstanden ist. Das Licht der Kerze stellt den Sieg des Evangeliums über das Böse – hier in Gestalt der kunstvoll verschlungenen Drachen am Leuchterfuße – dar. Rechts über der Flamme beginnt zweizeilig der lateinische Text: DECANUS ET | CAPITULUM (Dekan und Kapitel), der am rechten Medaillenrand in gleicher Schrift fortgeführt wird: ECCLSIAE SANCTI MARTINI (der Kirche Sankt Martini). Am unteren Rand der geteilten Grundfläche steht je zur Hälfte die Jahreszahl 10 | 29. Unter diesem Datum wurde das Stift Sankt Martini durch Kaiser Konrad II als Gründung Bischof Sigeberts bestätigt.

Vorderseite Mindener Geschichtstaler Nr. 43 von 2009

Die Rückseite zeigt in der unteren Medaillenhälfte horizontal gelagert die Nordansicht der Kirche Sankt Martini mit fünf unterschiedlichen Zwerchgiebeln, Turmstumpf, Apsis und Sakristei in der heutigen Fassung. Auf der vertikal geteilten, links vertieften Bildfläche ist fragmentarisch das Titelblatt der ersten protestantischen Kirch- und Schulordnung Westfalens, verfasst von Reformator Nikolaus Krage in Minden, wiedergegeben: Unter einem ornamental verzierten Renaissancebogen erscheint auf einer Tafel, die wie die Kirche beide Medaillenseiten verbindet, der Anfang des niederdeutschen Titeltextes zum Teil sichtbar, in Schwabacher Schrift. Der vollständige Titel lautet: Christlike Or | deninge der Erlyken | Stadt Mynden tho | denste dem hilgen E= | uangelio / (O)ck (de)nn | Ch.||.ristliken frede un enich | eit belangende / mit sampt | ytliker vormaninge vor | der gemeine Dorch Nico= | laum kragen erwelten un | geescheden predicantenn | tho Minden. | MDXXX. (Übersetzt: Christliche Ordnung der ehrhaften Stadt Minden zu Dienste dem heiligen Evangelium. Auch den ch.||.ristlichen Frieden und Einigkeit belangend mitsamt einiger Ermahnungen für die Gemeinde. Durch Nikolaus Krage, erwählten und bestellten Prediger zu Minden. MDXXX = 1530). In der rechten oberen Medaillenfläche befindet sich die Darstellung des Heiligen Martins nach dem mittelalterlichen Sandsteinrelief aus dem Turmvorraum der Kirche und zeigt den Heiligen zu Pferd, seinen Mantel teilend , davor den knienden Bettler. Unterhalb der mächtigen Längsseite des Bauwerks steht in erhabenen Antiqua Majuskeln links in zwei Zeilen: SEIT | 1530 und rechts in drei Zeilen: RATSKIRCHE | ST. MARTINI | ZU MINDEN. Als Herausgeber steht am rechten Medaillenrand: MÜNZFREUNDE MINDEN 2009, das Bildhauerzeichen befindet sich am unteren Rand.

Rückseite Mindener Geschichtstaler Nr. 43 von 2009

Entwurf und Gestaltung der Medaille: Dipl.-Designerin und Kunsterzieherin Ingrid Möhlmann, Porta Westfalica.

Prägeanstalt: 1. Dresdner Medaillenmünze, Glaser & Sohn, Dresden

Material:
Gold 585, ca. 30g, 3 Stück
Silber 999, 34g, 350 Stück
Bronze 42mm Ø, 40 Stück



Die Stiftung


Die Stiftung "Baudenkmal Ratskirche St. Martinikirche zu Minden" ist gegründet worden zum Zwecke der Beschaffung finanzieller Mittel. Diese werden ausschließlich zur Erhaltung und Unterhaltung sowie Erneuerung des Baudenkmals einschließlich seiner Kunstschätze und Ausstattungen eingesetzt.

Sie ist eine allgemeine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts im Sinne des Stiftungsgesetzes Nordrhein-Westfalens. Nach einem Schadenskataster aus dem Jahre 2002 fehlen allein zur Restaurierung des Außenmauerwerkes und des Daches des Baudenkmals "Ratskirche St. Martini" 1,7 Millionen Euro. Die Finanzkraft der Kirchengemeinde reicht bei weitem nicht aus, solch Kostenhöhe aufzubringen. Dafür wurde die Stiftung gegründet, um langfristig durch Spenden und Unterstützungen diese Kostenlast durch viele Hände tragbar zu gestalten und das Baudenkmal der Allgemeinheit zu erhalten.
Der offizielle Gründungsfestakt zur Errichtung der Stiftung fand am 17.11.2006 in der St. Martinikirche statt. Den Erststiftern wurde die Stiftungsurkunde für Mindens Ratskirche durch einen Vertreter der Bezirksregierung überreicht. Am Festakt nahmen etliche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Verwaltung, wie der Bürgermeister der Stadt, teil.

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