Rückblick 2007 - Stiftung "Baudenkmal Ratskirche St. Martini zu Minden" - Rückblick 2007
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Rückblick 2007


Hände
geben und nehmen,
Hände
beten und segnen,
Ihre offenen
Hände
unterstützen, was zur Schönheit der Stadt gehört.

Ein gutes Stück Minden bewahren.






Das Jahr, es ging vorbei,
jedoch, was hier geschah ist noch nicht reif.
Noch fehlt der Blick im Ganzen -
er wird noch kommen
und auch glänzen.



"Artikel von Pfarrer Dr. Heinrich Winter im Gemeindebrief "Mindener Sanctus", 3. Jahrgang, Februar/März 2007,
herausgegeben von der Ev.-Luth. St. Martinigemeinde, Minden - Innenstadt Bezirk 1"


„Es kann die Stadt, die ... auf dem Berge liegt, nicht verborgen sein.“ Das gilt auch für die Ratskirche Mindens. Am Weserhang, mitten in der Oberstadt steht mit wuchtigen Ausmaßen Bischof Siegeberts Lieblingsstift von 1029 n. Chr., das frühere Augustinerchorherrenstift St. Martini. Was wäre Minden ohne die St. Martinikirche? Das ist die Frage, die gestellt werden muss, wenn es darum geht, in den nächsten Jahren auch mit Ihrer Hilfe die im 17. November 2006 gegründete Stiftung „Baudenkmal Ratskirche St. Martini zu Minden“ zu unterstützen. Der Pin, mit dem fleißige Helferinnen den Gemeindebrief zusammengeheftet haben, ist ein Werbemittel für unsere Stiftung. Für Sie ist er ein Geschenk! Sollten Sie jemanden kennen, der diesen Pin gerne haben will, kann man ihn für fünf Euro in der St. Martinikirche erwerben. Wenn der Pin seine Träger und Trägerinnen bewegt, der Stiftung etwas Gutes tun zu wollen, dann hätte er seinen Zweck erfüllt.
 
Eine kleine Arbeitsgruppe mit Beteiligung der Stadt Minden und der „Minden Marketing GmbH“, die die Stiftung in den vergangenen zwei Jahren vorbereitet hat, kam auf diese Werbeidee. Das hat für diejenigen Gemeindehelferinnen, die auch sonst den Gemeindebrief zusammenlegen, eine Menge an Zusatzarbeit verursacht. Das soll nicht verschwiegen werden. „Es kann die Stadt, die auf dem Berge liegt, nicht verborgen sein.“ Und so heißt es in der Bergpredigt Jesu weiter: „Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter“. Frau Schlomann, unsere Gemeindesekretärin, hatte mit der Vorbereitung dieser Ausgabe zusammen mit Herrn Stanke, unserem Küster, einiges „am Hut“. Die Frauenhilfe und Mitarbeiterinnen unseres Kindergartens in der Ritterstraße haben mitgeholfen, damit unsere Stiftung in der Gemeinde bekannt wird.
 
Als Herr Wolfgang Hohorst von der Firma WAGO und Herr Rainer Thomas vom Mindener Tageblatt zur Gründung der Stiftung zusammen ein Stiftungskapital in Höhe von 100.000.-Euro zusagten, war für den langfristigen Erhalt der  Ratskirche ein erster wichtiger Schritt getan. Dafür sind wir sehr dankbar. Am 17. November feierten wir die Errichtung der Stiftung. Herr Dr. Hans Nordsiek, der langjährige ehemalige Leiter des Kommunalarchivs, hielt einen Kurzvortrag zur historischen Bedeutung des Kollegiatstifts St. Martini. Sie können die Begrüßungsreden und diesen Vortrag im Internet unter www.stiftung-martinikirche-minden.de Link „Aktuelles“ nachlesen.
(Anm. aktuell unter: www.stiftung-martinikirche-minden.de/Gründung )
Nicht nur die fast fünf Jahrhunderte nach der Reformation im Jahre 1530, sondern auch die 500-jährige Geschichte dieser Kirche vor der Reformation sind es wert, in den Blick genommen zu werden. Im Jahre 2009 soll diese bedeutsame Geschichte, die auch zugleich Stadtgeschichte widerspiegelt, unter dem Motto „980 Jahre St. Martini zu Minden“ mit einer Buchveröffentlichung, einer Ausstellung und Vorträgen gewürdigt werden.
 
Mit dem gemeindlichen und bürgerschaftlichen Engagement erhalten wir „Ein gutes Stück Minden - Mindens Ratskirche St. Martini“. Nur soviel: Wenn Sie der Stiftung etwas geben wollen, vermerken Sie auf dem Überweisungsträger bitte das Stichwort „Zustiftung“ und Ihre Adresse. Dann können wir Ihnen eine steuerbegünstigte Bestätigung zukommen lassen. Der beigelegte Flyer der Stiftung gibt Ihnen weitere Informationen.
 
Das Logo der Stiftung nimmt den Namensträger der Kirche, den Heiligen Martin, auf. „Hände geben und nehmen. Hände beten und segnen.“ Von den offenen Händen des Heiligen Martin weiß jedes Kind. Es gilt eben auch, dass das „Licht“ leuchten soll, das der Stadt Minden mit dieser wunderschönen Kirche geschenkt ist. 
 
Für notwendige Restaurierungsmaßnahmen dürfen nur die Zinserträge der Stiftung verwendet werden. Es wird noch Jahre dauern, bis die Finanzen für einen neuen Bauabschnitt angesammelt sein werden. Zunächst gilt es, das Stiftungskapital auf eine Summe zu erhöhen, die genügend Erträge bringt, um ein weiteres Querschiff einschließlich des dazugehörigen Dachabschnittes sanieren zu können. Jeder kleinste Beitrag hilft weiter.
 
St. Martini steht, wie die anderen Kirchen in der Stadt für die Botschaft, die uns der Evangelist Matthäus mit der großen Rede Jesu in in den Kapiteln 5 bis 7 seines Evangeliums überliefert hat. Am Ende wird von einem Haus gesprochen, das entweder auf Fels oder auf Sand gebaut ist. Auf Felsengrund ist St. Martini nach diesem Gleichnis Jesu dann gebaut, wenn in dieser Kirche Menschen die Herausforderungen weiterhin annehmen, Licht der Welt zu sein. Die Stadt, die auf dem Berge liegt, ist nicht verborgen, wenn dem Hören auf Gottes Wort unser Einsatz zum Wohl des Lebens in unserer Stadt Minden auf dem Fuße folgt.
 
Mit „winterlichen“ Grüßen, herzlich
Ihr Pastor Dr. Heinrich Winter


Die Stiftung


Die Stiftung "Baudenkmal Ratskirche St. Martinikirche zu Minden" ist gegründet worden zum Zwecke der Beschaffung finanzieller Mittel. Diese werden ausschließlich zur Erhaltung und Unterhaltung sowie Erneuerung des Baudenkmals einschließlich seiner Kunstschätze und Ausstattungen eingesetzt.

Sie ist eine allgemeine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts im Sinne des Stiftungsgesetzes Nordrhein-Westfalens. Nach einem Schadenskataster aus dem Jahre 2002 fehlen allein zur Restaurierung des Außenmauerwerkes und des Daches des Baudenkmals "Ratskirche St. Martini" 1,7 Millionen Euro. Die Finanzkraft der Kirchengemeinde reicht bei weitem nicht aus, solch Kostenhöhe aufzubringen. Dafür wurde die Stiftung gegründet, um langfristig durch Spenden und Unterstützungen diese Kostenlast durch viele Hände tragbar zu gestalten und das Baudenkmal der Allgemeinheit zu erhalten.
Der offizielle Gründungsfestakt zur Errichtung der Stiftung fand am 17.11.2006 in der St. Martinikirche statt. Den Erststiftern wurde die Stiftungsurkunde für Mindens Ratskirche durch einen Vertreter der Bezirksregierung überreicht. Am Festakt nahmen etliche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Verwaltung, wie der Bürgermeister der Stadt, teil.

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